Aisha & Viola

Meine zwei Stubentiger

Kuschelstunde, hier waren sie gerade mal ein halbes Jahr alt
Kuschelstunde, hier waren sie gerade mal ein halbes Jahr alt

Aisha, das Teufelchen

Ist sie nicht süß gezeichnet?
Ist sie nicht süß gezeichnet?

Aisha ist die hübschere der beiden. Mit ihrer zierlichen Figur und der wundervollen weißen Zeichnung und ihrem etwas längeren schwarzen Fell sieht sie umwerfend aus. Aber der Schein kann trügen. Denn eigentlich ist sie das Teufelchen von den Beiden.

Charakter oder Eigensinn?

Aisha hat ihren ganz eigenen Kopf. Wenn sie gerne schmusen möchte, versucht sie das auch gegen meinen Willen durchzusetzen. Oder hat sie Hunger, hüpft sie einfach auf die Küchenzeile - eine absolute Tabuzone - und man bekommt sie auch nur herunter, wenn man so tut, als würde man jetzt gleich aufstehen und ihr Beine machen. Und verbietet man ihr auf den Vorratsschrank zu hüpfen, macht sie es in einem unbeobachteten Moment erst recht.

Schlafräuber

Und auch im Schlafzimmer beherrscht nur sie die zwei einzigen Dinge, die mich wahnsinnig machen können: Computern und Zehencashen:
Am Liebsten wenn ich wieder mal übers Wochenende nicht in zu Hause war, versucht sie mich morgens (und wenn ich morgens meine, dann ist das für meine Katzen früh früh früh morgens, wenn die Vögel aufstehen) auch aus dem Bett zu hauen. Und zwar mit einer ganz einfachen Methode: Sie läuft über den Computermonitor (ja ja, das gab es noch vor vielen Jahren: Röhrenmonitore!) . Man braucht das nur einmal nachzumachen - lange vor dir auf den Computermonitor und wackeln nur minimal mit den Fingern. Da entsteht ein wunderschönes, nervraubendes knacksen und knirschen. Und reicht das nicht für einen Wutanfall meinerseits aus, dann setzt sie sich einfach am Bettende auf den Boden und versucht unter der Bettdecke blindlings nach meinen Zehen zu cashen. Und da das ziemlich schmerzhaft ist, komm spätestens jetzt der Wutausbruch. Und wenn ich doch dann schon wach bin... dann kann ich mich doch auch gleich meiner Prinzessin widmen, oder?

Kleine Prinzesschen stellen schon ihre Ansprüche. So möchte sie sich unbedingt - wenn ihr danach ist - mit mir unterhalten. Und komme ich nach Hause, erzählt sie mir gleich die ganze Story der vergangen Stunden, Tage,... . Auf der anderen Seite kann ich ihr aber auch sagen, wenn sie etwas nicht machen, oder aber auch mal die Klappe halten soll - und sie tut es sofort (solange es nicht um die Küchenzeile und Futter oder den Vorratschrank geht) und mit einem Strahlen in den Augen. Außerdem kann keine so schon mit Mäuschen (Stoffmäuschen) spielen, wie sie. Die werden herumgewirbelt, auf den Hinterbeinen stehend in die Luft geschmissen, versteckt, gesucht... und letztendlich auch gebracht, damit ich es ihr schmeiße und sie mir das Mäuschen wieder apportieren kann.

Teufelchen und Intelligenz

Mein liebstes Spiel mit Aisha ist Clickertraining. Den in diesem kleinen frechen Köpfchen steckt unglaublicher Arbeitseifer und Intelligenz. Innerhalb kürzester Zeit hat sie 'Sitz', 'Männchen' und 'Gib mir 5' gelernt. Und das Spiel 1001 Dinge die man mit einer Box machen kann, wurde nur für Aisha entworfen. Reinhüpfen, raushüpfen, eine Pfote rein, nur die Hinterpfoten rein, anschnuppern,... . Fast grenzenlose Kreativität. Und dazu brauchen wir dann nicht Wochen, nein, ein paar Minuten reichen aus. Und sie merkt sich auch, was sie gelernt hat, sogar neue Übungen beherrscht sie nach langer Pause noch - allein für ein Click und ein Käserolli! Tja, Teufelchen haben es halt in sich!

Auch wenn ich sie hin und wieder an die Wand klatschen könnte - ohne dieses Teufelchen wäre unsere Chaosbude nicht so, wie sie ist - und damit nicht MEIN!


Viola, der Schmusetiger

Klein, dick und doof. Nein, das war natürlich übertrieben. Aber im Gegensatz zu ihrer Schwester ist Viola recht nichts sagend. Ein Tiger mit weiß, wie es viele gibt. Etwas rundlicher gebaut, ohne dass es an zu viel Körpergewicht liegt. Und obendrauf noch einen etwas zu langen Schwanz. Also eher ein Aschenbrödel. (Immerhin hat sie auch den Spitznamen Kröte - aber hinter mach einer Kröte versteck sich ja auch ein kleiner Prinz!?!)

Die liebevollsten Augen

Aber dafür lebt sie nur dafür, Schmusekatze zu sein. Egal wo ich sitze, stehe, liege, sie ist auch da. Und wenn sich da noch ein Platz auf meinem Schoß ergattern lässt, dann ist die Welt perfekt. Dann rollt sie sich glücklich ein, streckt mir das dicke Bauchi entgegen, schnurrt, und blinzelt mich mit den liebevollsten Augen an, die eine Mieze nur haben kann. Und stellt sie etwas an - ein Wort von mir, und sie hört auf damit. Gerade wenn für mich lernen angesagt ist, und sie Schreibtischverbot bekommt, dann gibt sie diesen sofort auf und setzt sich aufs nahe gelegene Fensterbrett - um mich dort wieder mit liebevollen Blicken zu bombardieren. Und vor lauter Liebe werden oft sämtliche erreichbaren Gegenstände angeschmust, womit mein kleiner Trampel es auch stets schafft Blätterstapel zum Umfallen zu bekommen (Unordnung - nein bei mir doch nicht, das ist alles vorsortiert!), Stiftboxen auf den Boden zu manövrieren oder Besteck von den Tellern zu katapultieren. Aber Hauptsache mit liebevollem Blick angeschmust!

Schreibtischverbot

Warum dieser süße Tiger Schreibtischverbot beim lernen bekommt? Anfangs - davon kann man sie ja noch gut überzeugen - liegt sie ganz brav in einem Eck des Schreibtischs zusammen gekauert. Irgendwann versucht sie sich dann etwas bequemer hinzulegen, streckt die Beine von sich. Nicht zu vergessen sind natürlich die liebevollen Blicke, die sie mir fortwährend dabei zuwirft. Dann streckt sie sich noch etwas, schaut mir mittlerweile über den Buchrand liebevoll beim Schreiben zu (falls ich das, was ich schreiben wollte noch sehe, und nicht schon halb Katze darauf liegt). Und dann - natürlich liebevoll - wird mir nichts dir nichts mein Stift rücklings überfallen und gecasht. Zu erkennen an den Zacken, die dann quer über das ganze Blatt verlaufen. Und dann fliegt der kleine Tiger - natürlich auch mit liebevollen Blicken - wieder runter vom Schreibtisch. Bis zur nächsten, liebevollen Attacke...

Zu zweit vor dem Fernseher

So anstrengend es auch manchmal sein kann, stets ein keinen Schmusetiger um sich herum zu haben, dauernd und überall auf jeder Kleidung weiße Haare zu haben, und egal was man tut angeschmust und liebevoll beblickt zu werden. Ich möchte das Schmusemonster nicht missen. Gerade abends, beim Fernsehen, wenn dann ein süßer Wonneproppen auf einem liegt und wir zusammen kuschelnd das Geschehen im TV verfolgen, oder wenn's mir nicht gut geht, und stets ein kleiner Haarball parat ist, um mich aufzuheitern. Und einfach so, sobald ich zuhause bin, ist auch Viola um mich herum - und damit herrscht nie Ruhe in meiner Bude.

Und das macht meine Wohnung zu meinem Heim - einfach stets zu wissen: Mein kleiner pummeliger Tiger wartet auf mich... mit seinen liebevollen Schmuseblicken!


Zum Weiterlesen:

So kamen meine zwei Miezen zu mir >>